Grenzenlos lernen
GRAZ / BIRKENFELD. Ein kräftiges Rauschen empfängt die zehn Jugendlichen der berufsvorbereitenden Projekte der Elisabeth-Stiftung des DRK, als sie vor den gewaltigen Turbinen eines Grazer Wasserkraftwerks stehen. Es ist einer der Höhepunkte ihrer einwöchigen Erasmus+ Gruppenmobilität in der steirischen Landeshauptstadt, die ganz im Zeichen von Technik, Austausch und Zukunftschancen stand.
Technik zum Anfassen: Der Workshop-Marathon
Das absolute Highlight der Reise fand im Energieforum statt. Unter der fachkundigen Leitung von Prof. Dr. Rudi Schwarz tauchte die Gruppe tief in die Welt der erneuerbaren Energien ein. In intensiven Workshops experimentierten die Jugendlichen mit zukunftsweisenden Technologien und diskutierten über die Energiewende.
„Das war kein normaler Unterricht. Im Energieforum konnten wir selbst ausprobieren, wie Strom aus Wasser und Sonne entsteht. Prof. Schwarz hat das so erklärt, dass man es versteht und Lust bekommt, sich mit dem Berufsfeld näher zu beschäftigen, äußerten die Teilnehmer. Die anschließende Besichtigung eines echten Wasserkraftwerks machte die Theorie schließlich greifbar und beeindruckte die Gruppe nachhaltig.
Austausch auf Augenhöhe
Neben der Technik stand das soziale Miteinander im Fokus. Beim Besuch der Partnereinrichtung „Jugend am Werk“ trafen die Gäste aus Deutschland auf Gleichaltrige. Gemeinsam erkundeten sie bei einer Stadtführung die historischen Gassen von Graz und tauschten sich über ihre beruflichen Ziele aus. Diese Begegnungen sind das Herzstück des Erasmus+ Programms: Barrieren abbauen und den europäischen Gedanken lebendig werden lassen.
Medienluft schnuppern bei Radio Helsinki
Einen kreativen Abschluss fand die Reise bei Radio Helsinki, dem freien Radio in Graz. Hier konnten die Jugendlichen hinter die Kulissen schauen, Mikrofonluft schnuppern und erfahren, wie wichtig freie Stimmen für eine Gesellschaft sind.
Radio Helsinki hat sich bereit erklärt, die Podcast, welche Influence I-O produziert und auf spotify und soundcloud veröffentlicht, in ihr Jugendprogramm mit aufzunehmen.
Mit gestärktem Selbstvertrauen und einer ordentlichen Portion Motivation für ihren weiteren Weg kehrte die Gruppe zurück nach Birkenfeld. Die Fahrt hat einmal mehr gezeigt: Bildung und Begeisterung kennen keine Grenzen.
Hintergrund: Was ist Erasmus+?
Die Gruppenmobilität wurde durch das EU-Programm Erasmus+ finanziert. Es ermöglicht Jugendlichen in der Berufsbildung, wertvolle Auslandserfahrungen zu sammeln, fachliche Kompetenzen zu erweitern und die kulturelle Vielfalt Europas kennenzulernen. Die Elisabeth-Stiftung des DRK nutzt diese Mittel gezielt, um Teilnehmenden ihrer Projekte neue Perspektiven für den Arbeitsmarkt zu eröffnen.
Die Finanzierung der Projekte „Influence I-O“ sowie „berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme-extern“ erfolgt durch das Jobcenter Landkreis Birkenfeld, den Europäischen Sozialfond sowie die Arbeitsagentur Bad Kreuznach